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Zitate  zum 9. Kapitel: Die internationale Gemeinschaft

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Es gibt nur eine Menschheit


 
(432) "Kein Zeitalter wird die Einheit der menschlichen Schicksalsgemeinschaft zerstören, da diese aus Menschen besteht, die gleichberechtigt an der naturgegebenen Würde teilhaben. Deshalb fordert die in der Natur des Menschen gründende Notwendigkeit immer, dass in geziemender Weise jenes universale Gemeinwohl angestrebt wird, welches die gesamte Menschheitsfamilie angeht.“
 
 

Die internationalen Organisationen stärken


 
(442) "Eine internationale Politik, die mit Hilfe koordinierter Maßnahmen das Ziel des Friedens und der Entwicklung verfolgt, ist auf Grund der Globalisierung der Probleme heute nötiger denn je…  In diesem Zusammenhang ist eine Revision der internationalen Organisationen wünschenswert, ein Prozess, der ‚die Überwindung der politischen Rivalitäten sowie den vollständigen Verzicht’ voraussetzt, diese Organisation, deren einzige Berechtigung das Gemeinwohl ist, missbrauchen zu wollen’, und der dem Ziel dient, ‚einen höheren Grad internationaler Ordnung’ zu erreichen.“
 
 

Recht aller auf Teilhabe am Entwicklungsprozess


 
(442.2) "Insbesondere die regierungsübergreifenden Strukturen müssen ihre Kontroll- und Lenkungsfunktionen im Bereich der Wirtschaft wirkungsvoll ausüben, denn die Verwirklichung des Gemeinwohls entwickelt sich zu einem Ziel, das nicht länger von einzelnen Staaten erreicht werden kann – auch nicht von solchen, die aufgrund ihrer Macht, ihres Reichtums oder ihres politischen Einflusses eine führende Rolle spielen. Die internationalen Organe müssen außerdem unter Berücksichtigung der berechtigten Unterschiede jene Gleichheit garantieren, auf der das Recht aller basiert, am Prozess der umfassenden Entwicklung beteiligt zu werden.“
 
 

Der Vatikan als Staat im Dienst der Weltgesellschaft


 
(445) "Der diplomatische Dienst des Heiligen Stuhls ist als das Ergebnis einer alten und bewährten Praxis ein Instrument, das nicht nur für die ‚libertas Ecclesiae’ arbeitet, sondern auch für die Verteidigung und Förderung der Menschenwürde und für eine Gesellschaftsordnung, die auf den Werten der Gerechtigkeit, Wahrheit, Freiheit und Liebe beruht.“
 

 

Option für die Armen


 
(449.2 )"Der Kampf gegen die Armut ist in besonderer Weise durch die vorrangige Option oder Liebe der Kirche zu den Armen motiviert. In ihrer gesamten Soziallehre wird die Kirche es nicht müde, immer wieder auch auf ihre anderen, grundlegenden Prinzipien hinzuweisen: in erster Linie auf das von der allgemeinen Bestimmung der Güter. Mit der wiederholten Bekräftigung des Solidaritätsprinzips drängt die Soziallehre darauf zu handeln… Das Prinzip der Solidarität muss auch im Kampf gegen die Armut immer mit dem Prinzip der Subsidiarität verbunden werden, denn diese vermag die Initiative zu wecken, die gerade in den armen Ländern Grundlage jeder sozialökonomischen Entwicklung ist.“
 
 

Gute Beziehungen durch angemessene Regelungen


 
(433.2) "Das Zusammenleben der Nationen beruht auf denselben Werten, die auch das Zusammenleben einzelner Menschen bestimmen müssen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit. Auf der Ebene der grundlegenden Prinzipien der internationalen Gemeinschaft fordert die Lehre der Kirche, dass die Beziehungen zwischen den Völkern und den politischen Gemeinschaften über Vernunft, Vorurteilslosigkeit, Recht und Verhandlung in der angemessenen Weise geregelt werden, während sie Gewalt und Krieg, Formen der Diskriminierung, der Einschüchterung und der Täuschung ausschließt.“
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