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Zitate  zum 7. Kapitel: Das Wirtschaftsleben

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Gegen Ineffizienz und Ausgrenzung


 
(332) "Es ist eine Pflicht, die mit der Produktion verbundene Tätigkeit effizient auszuführen, denn sonst werden Ressourcen verschwendet; andererseits ist ein Wirtschaftswachstum auf Kosten der Menschen
und ganzer Völker und Gesellschaftsgruppen, die zu Armut und Ausgrenzung verdammt werden, nicht akzeptabel.“
 
 
 

Grenzen des Marktes



(349) "Angesichts der konkreten Gefahr, dass der Markt zu einem ‚Götzen’ gemacht wird, zeigt die kirchliche Soziallehre seine Grenzen auf, die leicht daran zu erkennen sind, dass er erwiesenermaßen
unfähig ist, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, für die Güter erforderlich sind, die ihrer Natur nach weder bloße Waren sind noch sein können.“
 
 
 

Wirtschafts- und Sozialpolitik


(352 )"Die grundlegende Aufgabe des Staates im wirtschaftlichen Bereich besteht darin, einen juristischen Rahmen festzulegen, der geeignet ist, die ökonomischen Beziehungen zu regeln…; darüber hinaus aber hat er eine umsichtige Wirtschafts- und Sozialpolitik zu betreiben…“
 
 

Verantwortung des Staates



(353) "Der freie Markt kann der Gesamtheit nur dann Vorteile bringen, wenn von Seiten des Staates eine Organisation besteht, die die Richtung der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmt und lenkt; die für die Einhaltung gerechter und durchschaubarer Regeln sorgt ... und auch direkt eingreift, wenn es dem Markt nicht gelingt, ... das Prinzip der Umverteilung in
die Tat umzusetzen.“

Regulierung der internationalen Finanzmärkte


 
(371) "Je vielschichtiger das weltweite Wirtschafts- und Finanzsystem in organisatorischer und funktioneller Hinsicht wird, desto vorrangiger wird die Aufgabe, diese Prozesse zu regulieren und sie auf das
Gemeinwohl der Menschheitsfamilie auszurichten. ... Es ist folglich unerlässlich, dass die internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen die geeignetsten Lösungen finden und die zweckmäßigsten Handlungsstrategien entwerfen, um eine Veränderung in die richtigen Bahnen zu lenken, die, wenn man sich ihr passiv unterwerfen und sie sich selbst überlassen würde, dramatische Folgen hervorrufen würde, von welchen vor allem die schwächsten und schutzlosesten Schichten der Weltbevölkerung betroffen wären.“

Menschengerechte Entwicklung

 


 
(374) "Eine menschlichere und solidarischere Entwicklung wird auch den reichen Ländern helfen. Sie spüren häufig eine Art existentieller Verwirrung, eine Unfähigkeit, zu leben und sich am Sinn des Lebens zu erfreuen, und das trotz der im Überfluss vorhandenen materiellen
Güter; eine Entfremdung und einen Verlust des eigenen Menschseins in vielen Personen, die sich auf die Rolle eines Rädchens im Mechanismus von Produktion und Konsum beschränkt fühlen und keinen Weg finden, ihre eigene Würde als Menschen, die nach Gottes Bild und Ähnlichkeit geschaffen sind, zu bejahen’.“

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