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Zitate  zum 12. Kapitel: Soziallahre und kirchliches Handeln

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Evangelium und Soziallehre gehören untrennbar zusammen

(526) "Die Soziallehre schreibt die grundlegenden Aspekte des seelsorgerischen Wirkens im sozialen Bereich vor: das Evangelium verkünden; die Botschaft des Evangeliums mit den sozialen Wirklichkeiten konfrontieren; Maßnahmen ergreifen, um diese Wirklichkeiten  entsprechend den Forderungen der christlichen Moral zu erneuern.“
 
 

Kenntnis der Soziallehre erfordert Bildungsarbeit


(528) "Die Soziallehre ist ein unverzichtbarer Bezugspunkt für eine vollständige christliche Bildung....
 
Vor allem für Laien, die auf vielfältige Weise in der Politik und im sozialen Bereich engagiert sind, ist eine tiefere Kenntnis der Soziallehre der Kirche unerlässlich.“

 
 

Aufgabe der Laien im Alltag


 
(531) "Das an die christlichen Laien gerichtete Bildungsangebot &dbquo;muss diese befähigen, die alltäglichen Aufgaben im kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, und politischen Bereich wirkungsvoll wahrzunehmen und auf diese Weise einen Sinn für die Pflichterfüllung im Dienst am Gemeinwohl zu entwickeln.“

 

Soziallehre belebt den ökumenischen Dialog


 
(535) "Die Soziallehre ist ein fruchtbares Feld für den Dialog und die Zusammenarbeit im ökumenischen Bereich, die sich inzwischen in den
verschiedensten Bereichen in großem Maßstab entfalten: in der Verteidigung der Würde der menschlichen Person; in der Förderung des Friedens; im konkreten und wirkungsvollen Kampf gegen das Elend unserer Zeit wie Hunger und Not, Analphabetismus, ungerechte Verteilung der Güter und Obdachlosigkeit.
 
Diese vielfältige Zusammenarbeit stärkt das Bewusstsein der Brüderlichkeit in Christus und erleichtert den ökumenischen Weg.“

 

Soziallehre im Dialog
mit dem Judentum


 
(536) "In der gemeinsamen Tradition des Alten Testaments ist es der katholischen Kirche bewusst, dass sie auch dank ihrer Soziallehre zu einem Dialog mit den jüdischen Brüdern fähig ist, um gemeinsam eine Zukunft der Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen aufzubauen, die Kinder des einen Gottes sind.
 
Das gemeinsame geistige Erbe begünstigt das gegenseitige Verständnis und die füreinander empfundene Wertschätzung – die Basis, auf der das Bündnis für die Überwindung jeglicher Diskriminierung und für die Verteidigung der Menschenwürde wachsen kann.

Interreligiöse Zusammenarbeit für Frieden und Entwicklung

(537) "Die Soziallehre ist auch von dem beständigen Aufruf zum Dialog zwischen allen Gläubigen der Weltreligionen gekennzeichnet, damit diese gemeinsam nach den geeignetsten Formen der Zusammenarbeit suchen: Die Religionen spielen eine wichtige Rolle für die Verwirklichung des Friedens, die von dem gemeinsamen Bemühen um die umfassende Entwicklung des Menschen abhängt.“
 
 

Soziallehre als Zeugnis für die Welt


(551.2) "Im dritten Jahrtausend der christlichen Zeitrechnung öffnen sich die gläubigen Laien mit ihrem Zeugnis allen Menschen und machen sich mit ihnen gemeinsam zum Sprachrohr für die dringendsten Anliegen unserer Zeit. ...
 
(Diese Lehre) will allen Menschen unserer Zeit helfen, ob sie an Gott
glauben oder ihn nicht ausdrücklich anerkennen, klarer ihre Berufung unter jeder Hinsicht zu erkennen, die Welt mehr entsprechend der hohen Würde des Menschen zu gestalten, eine weltweite und tiefer begründete Brüderlichkeit zu erstreben und aus dem Antrieb der Liebe in hochherzigem, gemeinsamem Bemühen den dringenden Erfordernissen unserer Zeit gerecht zu werden."
 

 

Kriterien der Unterscheidung



(569.2) "In dieser Situation sind einige grundlegende
Kriterien hilfreich: die Unterscheidung und zugleich die Verbindung zwischen der gesetzlichen und der sittlichen Ordnung; die Treue zur eigenen Identität und gleichzeitig die Bereitschaft zum Dialog mit allen; die Notwendigkeit, dass der Christ sich in seinem Urteil und in seinem sozialen Engagement auf die dreifache und unmittelbare Treue zu den natürlichen, sittlichen und übernatürlichen Werten bezieht, indem er die
legitime Autonomie der zeitlichen Wirklichkeiten respektiert, das Bewusstsein von der jedem sozialen und politischen Problem innewohnenden ethischen Dimension fördert und seine Aufgaben im Geist des Evangeliums Christi erfüllt.“
 
 

Politik im Dialog


 
(574) "Die christlichen Gemeinschaften &dbquo;müssen die Verhältnisse ihres jeweiligen Landes objektiv abklären,
müssen mit dem Licht der unwandelbaren Lehre des Evangeliums hineinleuchten und der Soziallehre der Kirche Grundsätze für die Denkweise, Normen für die Urteilsbildung und Direktiven für die Praxis entnehmen. In jedem Fall hat ‚niemand das Recht, die Autorität der Kirche ausschließlich für sich und seine eigene Meinung in Anspruch zu nehmen’.
 
Die Gläubigen sollen vielmehr in einem offenen Dialog sich gegenseitig zur Klärung der Frage zu helfen suchen; dabei sollen sie die gegenseitige Liebe bewahren und vor allem auf das Gemeinwohl bedacht sein.“
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