Sozialkompendium.org

>> Inhalt  >> Dialog  >> Praxis

Lorenzetti_Xfan_170
 

1. PRINZIP:  GEMEINWOHL

(Zusammenfassung)

Gemeinwohl
ist auf Grund von Würde, Einheit und Gleichheit aller Personen
die Gesamtheit der gesellschaftlichen Bedingungen,
die allen Gruppen wie auch Einzelnen
ein gutes Leben ermöglichen.  
 
Gemeinwohl beinhaltet alles,
was ein gutes und friedliches Leben ermöglicht:
das Engagement für den Frieden,
eine gute Organisation des Staates,
die Rechtsordnung, den Umweltschutz,
und vor allem
die Sicherung der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse:
Ernährung, Wohnung, Arbeit, Erziehung und Bildung, Verkehr,
Gesundheit, Informationsfreiheit und Religionsfreiheit.
Gemeinwohl ist unteilbar, es kann nur gemeinsam erreicht, gesteigert
und für die Zukunft bewahrt werden.
 
Eine besondere
Verantwortung
 für das Gemeinwohl kommt dem
Staat
zu, dessen politische Autorität im Gemeinwohl gründet.
 
Die spezielle Verpflichtung des Staates ist es, für das Wohl der Minderheite  ebenso wie für das der Mehrheit der Bevölkerung Sorge zu tragen.
 
Für das
Gemeinwohl der gesamten Menschheit
und künftiger Generationen muss jede Nation in echter internationaler Zusammenarbeit
ihren Beitrag leisten.  
 

 
 
2. PRINZIP: DIE ALLGEMEINE BESTIMMUNG DER GÜTER

(Zusammenfassung)


 

Gott hat die Erde mit ihren Reichtümern
zum
Wohl aller Menschen
 bestimmt.
Die
Güter der Erde
 müssen darum auch allen
in einem gerechten Verhältnis zukommen.
 
Jeder Mensch hat das Recht, von den Gütern der Erde zu leben.
Dieses Recht ist vorrangig gegenüber dem
Recht auf Eigentum
.
In jeder Gesellschaft und
im weltweiten Austausch

muss es deshalb
gerechte Regelungen
 geben,
damit allen Menschen das zum Leben Notwendige zugute kommt.
 
Eigentum kann einen geordneten Gebrauch der Güter unterstützen,
es bringt Vorteile wie bessere Lebensbedingungen,
größere Wahlmöglichkeiten und Sicherheit für die Zukunft.
Eigentum ist aber kein absolutes Recht,
es muss immer auch dem Gemeinwohl dienen.
 
Ebenso wie die natürlichen Ressourcen der Erde
müssen auch die neuen Entwicklungen von Technik und Wissenschaft durch gerechte Regelungen und internationale Vereinbarungen
allen Menschen und Völkern zugute kommen,


damit alle an der
gemeinsamen Entwicklung
 teilhaben können.

     

Viertes Kapitel: Die Prinzipien der Soziallehre der Kirche (2)

ksoeste

Stimme der Päpste


 
Die wichtigsten Sozialenzykliken
hier
 
Volltext des Sozialkompendiums

 
 

Dokumente


 
Mit Geldanlagen die Welt verändern? Neue Studie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz
(Januar 2010)
 
CNBB - Bispos do Brasil
Exigências Evangélicas e Éticas de Suspensão da Miséria e da Fome
"Alimento, dom de Deus, direito de todos"

(2003, PDF-Datei)
 
CBCP (Philippinen)
The dignity of the rural poor
(2007)
 
CCCB-Canadian Bishops
The Struggle Against Poverty: A Sign of Hope in our World
(1996)
 
The Bishops’ Conference of England and Wales

The common good and the  Catholic Church's Social Teaching
(1996, PDF-Datei)
 
Obispos de Chile
Carta pastoral a los campesinos
(1979)
grechte
lmslum-detail
 

Zitate aus dem SK

 

biblische Zitate

ökumenische Zitate

andere Religionen

Reflexionen

Initiativen

moodle_sk90